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GIRLSNIGHTOUT

- ODER: MEIN MUSICAL

von Gesine Danckwart

ZWISCHEN GIRLIETUM UND POSTEMANZIPATION

Drei Mädchen. Drei Frauen. Drei Girls. Eine Nacht, die die Ihre werden soll.
Hier heißen sie Dagmar, Nele und Svetlana und erleben Ihr GIRLSNIGHTOUT - ODER: MEIN MUSICAL.

Ausgehend vom Erfolgsstück von Gesine Danckwart aus dem Jahr 1999, das der Autorin den Durchbruch bescherte, verknüpft die Inszenierung von Marie Helene Anschütz und Marlene Anna Schäfer die dem Text eigene Musikalität mit Songs, die das Gefühlsleben der jungen Frauen kommentieren, illustrieren, konterkarieren, persiflieren und dennoch immer respektieren.
Songs, so unterschiedlich und chaotisch wie ihre Seelenachterbahnfahrt: Von der amerikanischen Schnulze zum deutschen Betroffenheitsliedgut, vom französischen Sehnsuchtschanson zum Partykracher - um nur einen Teil dieser facettenreichen Bandbreite aufzuzählen. Dieser musikalische Stilmix ist der Soundtrack für einen Parforceritt dreier Frauen, für den Pedro Almodovar, Sofia Coppola und Sex and the City Pate gestanden haben könnten...

GIRLSNIGHTOUT - ODER: MEIN MUSICAL zeigt drei Frauen, die Kinder der 80er und 90er sein könnten, in all Ihrer Chuzpe, Ihrem Charme, Ihrer Coolness, Ihrer Leichtigkeit :

"Wir träumen in unseren rosa Zimmern von einem aufregenden Leben, während unsere zarten Mädchenhände ihre ersten Erkundigungen auf unschuldig weißer Babyhaut machen."

Aber auch in all Ihrem Weltenschmerz, Ihrem (Pseudo-)Philosophieren, Ihrer Fragilität und Ihrer Verirrtheit und Desorientierung:

"Wir sind schon nicht mehr die Zukunft, die unsere Kinder sind."

GIRLSNIGHTOUT - ODER: MEIN MUSICAL schafft auf verspielte Weise ein Spiegelbild der modernen Frau, die zwischen Girlietum und Postemanzipation Ihre heutige Definition immer noch sucht - und vielleicht einen Teil davon im Verlauf des Abends findet.

Boris C. Motzki

Inszenierung, Bühne und Kostüme:

Marie Helene Anschütz und Marlene Anna Schäfer

Dramaturgie: Boris C. Motzki

mit Nele Hornburg, Dagmar Poppy und Svetlana Wall

eine Produktion von Marie Helene Anschütz

unterstützt vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und der maecenia Stiftung

Premiere am 18.04.2013 an den Landungsbrücken Frankfurt

 

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